für die Nutzung der SaaS-Plattform OpsGuide
Zentrava, Inhaber Jan-Felix Drömer
Stand: September 2026 · Version 1.1
Zentrava, Inhaber Jan-Felix Drömer, Herler Str. 115, 51067 Köln (nachfolgend „Anbieter“) stellt dem Kunden („Auftraggeber“) die webbasierte Softwareplattform OpsGuide zur Erstellung, Verwaltung und Nutzung von digitalen Montage-, Arbeits- und Prüfanweisungen zur Verfügung („Software“).
Für die Nutzung der Software und die Erbringung ergänzender Leistungen („Services“) gelten diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“).
Die Software und die damit verbundenen Dienstleistungen richten sich ausschließlich an Unternehmen (Unternehmer im Sinne des § 14 BGB). Verträge mit Verbrauchern werden nicht geschlossen.
2.1 Der Anbieter gewährt dem Auftraggeber für die Laufzeit des Vertrages unter der aufschiebenden Bedingung der vollständigen Zahlung der vereinbarten Vergütung das entgeltliche, nicht ausschließliche und nicht übertragbare Recht, die Software bestimmungsgemäß zu nutzen. Der Auftraggeber darf die Software ausschließlich für eigene Geschäftszwecke nutzen. Eine Nutzung der Software für Dritte, etwa als Dienstleister, sowie eine sonstige Überlassung oder Nutzungsvermittlung an Dritte ist nicht gestattet.
2.2 Der Auftraggeber ist berechtigt, die Software durch eigene Mitarbeiter oder beauftragte externe Auftragnehmer für eigene Zwecke nutzen zu lassen. Der Auftraggeber legt im Rahmen des initialen Setups einen Administrator-Account an. Über diesen können Autoren-Accounts sowie Player-Accounts (Werker ohne Bearbeitungsrechte) angelegt werden. Die Anzahl der zulässigen Autoren- und Player-Accounts richtet sich nach dem jeweiligen gebuchten Tarif (siehe § 3). Der Auftraggeber ist verantwortlich für die Nutzung der Software durch seine Nutzer sowie für sämtliche Schäden, die durch fahrlässige oder vorsätzliche Pflichtverletzungen seiner Nutzer verursacht werden.
2.3 Sämtliche Rechte an der Software sowie an Weiterentwicklungen und Verbesserungen der Software verbleiben ausschließlich beim Anbieter. Der Auftraggeber erhält kein Recht am Quellcode der Software.
2.4 Das Nutzungsrecht umfasst auch zukünftige Updates, Bugfixes und Patches, die der Anbieter dem Auftraggeber zur Verfügung stellt. Es begründet keinen Anspruch auf neue Produkte oder zusätzliche Module, die als separates Angebot bereitgestellt werden.
2.5 Der Auftraggeber ist nicht berechtigt,
3.1 Der Anbieter stellt die Software in folgenden Tarifen zur Verfügung:
| Tarif | Preis / Monat | Preis / Jahr | Autoren | Player | Zielgruppe |
|---|---|---|---|---|---|
| Starter | 149 € (zzgl. MwSt.) | 1.639 € (zzgl. MwSt.) | 1 | 10 | Handwerk, Kleinstbetrieb |
| Professional | 299 € (zzgl. MwSt.) | 3.289 € (zzgl. MwSt.) | 5 | 30 | Mittelstand bis ~50 MA |
| Business | 599 € (zzgl. MwSt.) | 6.589 € (zzgl. MwSt.) | 15 | 100 | Mittelstand 50–200 MA |
| Enterprise | auf Anfrage | auf Anfrage | Unlimitiert | Unlimitiert | Größere Unternehmen, API, SLA |
3.2 Alle Preise verstehen sich zzgl. der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer.
3.3 Preisanpassungen richten sich nach folgenden Maßgaben:
4.1 Der Vertrag kommt durch Registrierung auf der Plattform, Auswahl eines Tarifs und Akzeptanz dieser AGB sowie des Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV) zustande.
4.2 Sofern nicht anders vereinbart, beträgt die Mindestlaufzeit 1 Monat (monatliche Abrechnung) bzw. 12 Monate (Jahresabonnement). Der Vertrag verlängert sich automatisch um die ursprüngliche Laufzeit, sofern er nicht mit einer Frist von 14 Tagen vor Ablauf der jeweiligen Laufzeit gekündigt wird.
4.3 Eine Kündigung bedarf der Textform (E-Mail genügt). Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für eine fristlose Kündigung durch den Anbieter liegt insbesondere vor, wenn der Auftraggeber mit zwei Monatsbeiträgen in Zahlungsverzug gerät oder wesentliche Vertragspflichten verletzt und diese Verletzung nicht innerhalb von 14 Tagen nach schriftlicher Abmahnung behebt.
4.4 Der Anbieter ist berechtigt, seine Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag auf einen Dritten zu übertragen, sofern dadurch keine schwerwiegenden Interessen des Auftraggebers beeinträchtigt werden. Der Auftraggeber wird darüber mit einer Frist von mindestens 30 Tagen informiert und erhält ein Widerspruchsrecht.
5.1 Die Abrechnung erfolgt im Voraus. Die Zahlung wird über Stripe (Kreditkarte, SEPA-Lastschrift) abgewickelt. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zu begleichen.
5.2 Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, nach schriftlicher Mahnung und Setzung einer Nachfrist von 14 Tagen den Zugang zur Software zu sperren und Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu berechnen. Die Sperrung des Zugangs befreit den Auftraggeber nicht von der Zahlungspflicht.
5.3 Bereits geleistete Zahlungen werden bei vorzeitiger Kündigung durch den Auftraggeber nicht erstattet, es sei denn, der Anbieter hat eine wesentliche Vertragspflicht verletzt.
5.4 Der Anbieter behält sich vor, bei Überschreitung der im gebuchten Tarif enthaltenen Nutzeranzahl eine Anpassung des Tarifs vorzunehmen oder die Überschreitung separat in Rechnung zu stellen.
6.1 Der Auftraggeber wird den Anbieter bei der Erbringung der Leistungen in angemessenem Umfang unterstützen und alle erforderlichen Informationen rechtzeitig bereitstellen.
6.2 Der Auftraggeber ist verantwortlich für
6.3 Der Auftraggeber ist allein verantwortlich für die inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit und Sicherheitskonformität der von ihm erstellten Anweisungen. Er stellt sicher, dass die erstellten Inhalte keine Rechte Dritter verletzen und den einschlägigen gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
6.4 Für Nutzung der Software auf eigenen Systemen wird ein Zugang zu einem aktuellen Standardwebbrowser (Google Chrome, Microsoft Edge, Mozilla Firefox oder Apple Safari) benötigt. Der Auftraggeber ist für die Bereitstellung und den Betrieb der entsprechenden Endgeräte verantwortlich.
7.1 Der Anbieter stellt dem Auftraggeber die Software mit einer angestrebten Verfügbarkeit von 99 % im Jahresmittel zur Verfügung. Verfügbar ist die Software, wenn zwischen den Servern des Anbieters und dem Übergabepunkt zum Internet eine ununterbrochene Verbindung besteht. Geplante Wartungsarbeiten werden dem Auftraggeber mindestens 24 Stunden im Voraus angekündigt und zählen nicht als Ausfall.
7.2 Der Anbieter stellt die Software in ihrer jeweils aktuellen Version zur Verfügung und ist berechtigt, Updates, Bugfixes und Weiterentwicklungen einzuspielen. Änderungen, die wesentliche Funktionen betreffen, werden dem Auftraggeber rechtzeitig angekündigt.
7.3 Support erfolgt per E-Mail an die in der Plattform hinterlegte Supportadresse. Die Reaktionszeiten richten sich nach der Schwere des Fehlers:
7.4 Für Enterprise-Kunden gelten individuell vereinbarte SLAs.
7.5 Der Anbieter ist berechtigt, auf die Software zuzugreifen, um die Einhaltung der Nutzungsbedingungen zu überprüfen, Diagnosen durchzuführen und die Performance zu verbessern, sofern dies keine negativen Auswirkungen auf die Nutzung durch den Auftraggeber hat.
8.1 Der Anbieter haftet uneingeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
8.2 Für einfache Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber regelmäßig vertraut. In diesem Fall ist die Haftung begrenzt auf den vertragstypischen und vorhersehbaren Schaden.
8.3 Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die durch fehlerhafte oder missverständliche Anweisungen des Auftraggebers oder eine daraus resultierende Handlung von Mitarbeitern oder Dritten entstehen, die auf Basis dieser Anweisungen tätig werden. Die inhaltliche Verantwortung für erstellte Arbeitsanweisungen liegt ausschließlich beim Auftraggeber.
8.4 Die Haftung für Datenverlust ist begrenzt auf den Wiederherstellungsaufwand, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Auftraggeber entstanden wäre.
8.5 Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht bei Arglist, bei der Übernahme einer ausdrücklichen Garantie sowie für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz.
9.1 Jede Partei verpflichtet sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erhaltenen Informationen, die als vertraulich gekennzeichnet sind oder aufgrund ihres Inhalts als vertraulich anzusehen sind, ausschließlich für Zwecke der Vertragsabwicklung zu verwenden und vor der Kenntnisnahme durch unberechtigte Dritte zu schützen.
9.2 Von der Vertraulichkeitspflicht ausgenommen sind Informationen, die (a) öffentlich zugänglich sind oder nachträglich ohne Verschulden einer Partei öffentlich werden; (b) der anderen Partei bereits bei Vertragsschluss bekannt waren; (c) von einem Dritten ohne Vertraulichkeitsverpflichtung offenbart wurden; oder (d) aufgrund gesetzlicher oder behördlicher Anordnung offengelegt werden müssen.
9.3 Der Anbieter ist berechtigt, anonymisierte Nutzungsdaten für die Weiterentwicklung der Software zu verwenden. Eine Identifizierung einzelner Auftraggeber oder Nutzer aus diesen Daten ist ausgeschlossen.
9.4 Der Anbieter ist berechtigt, den Auftraggeber unter Verwendung von dessen Namen und Logo als Referenzkunden zu nennen, sofern der Auftraggeber zuvor in Textform zugestimmt hat. Der Auftraggeber kann die Zustimmung jederzeit in Textform mit Wirkung für die Zukunft widerrufen; bereits hergestellte physische Materialien darf der Anbieter aufbrauchen.
10.1 Soweit der Auftraggeber personenbezogene Daten in die Plattform eingibt oder über die Plattform verarbeitet, ist er datenschutzrechtlicher Verantwortlicher i. S. v. Art. 4 Nr. 7 DSGVO. Der Anbieter ist Auftragsverarbeiter. Die Auftragsverarbeitung ist im separat abzuschließenden Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO geregelt, der Bestandteil dieses Vertrages ist.
10.2 Im Rahmen einer kostenfreien Testphase dürfen keine realen personenbezogenen Daten mit der Software verarbeitet werden.
10.3 Über die Plattform wird ausschließlich technische Dokumentation verarbeitet (Gebrauchsanweisungen, Betriebsanleitungen und vergleichbare Unterlagen). Die Plattform enthält eine optionale KI-Funktion zur automatischen Inhaltsextraktion aus hochgeladenen Dokumenten. Setzt der Auftraggeber sie ein, werden die Inhalte der ausgewählten Dokumente an die API von OpenAI übermittelt, dort ausschließlich zur Durchführung der Extraktion verarbeitet, nicht gespeichert und nicht zu Trainingszwecken genutzt. Die Funktion ist nicht zur Verarbeitung personenbezogener Daten bestimmt; der Auftraggeber stellt sicher, dass die zugeführten Dokumente keine personenbezogenen Daten enthalten, insbesondere durch Entfernen vereinzelter Namensangaben aus eingescannten Unterlagen. Eine Übermittlung personenbezogener Daten in ein Drittland ist damit nicht Gegenstand dieser Funktion; einer Garantie nach Art. 46 DSGVO bedarf es insoweit nicht. Im Übrigen gelten die Regelungen des AVV.
11.1 Sämtliche Rechte an der Software, einschließlich Urheberrechten, Markenrechten und sonstigen Schutzrechten, verbleiben ausschließlich beim Anbieter.
11.2 Inhalte, die der Auftraggeber auf der Plattform erstellt (Anleitungen, Stücklisten, Protokolle, hochgeladene Medien), verbleiben im Eigentum des Auftraggebers. Der Anbieter erhält kein Nutzungsrecht an diesen Inhalten.
11.3 Der Anbieter ist berechtigt, Feedback und Verbesserungsvorschläge des Auftraggebers zur Weiterentwicklung der Software zu nutzen, ohne dass hieraus Ansprüche des Auftraggebers entstehen.
12.1 Nach Beendigung des Vertrages werden alle Daten des Auftraggebers unverzüglich nach Ablauf der Exportfrist nach § 12.2 gelöscht – im Fall eines fristgerecht angeforderten Datenexports unverzüglich nach dessen Bereitstellung –, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
12.2 Der Auftraggeber kann bis spätestens 14 Tage nach Vertragsende einen Datenexport seiner Inhalte – einschließlich aller erstellten Anweisungen, Protokolle und Medien – anfordern. Der Anbieter stellt die Daten im JSON-Format bereit. Nach Ablauf dieser Frist besteht kein Anspruch mehr auf Herausgabe der Daten.
13.1 Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung zum Beginn eines Verlängerungszeitraums nach § 4.2 ändern. Die Änderung wird dem Auftraggeber in Textform angekündigt und wird zum Beginn desjenigen Verlängerungszeitraums wirksam, der frühestens 60 Tage nach Zugang der Ankündigung beginnt. Kündigt der Auftraggeber den Vertrag fristgerecht zum Ablauf der vorausgehenden Laufzeit, wird die Änderung ihm gegenüber nicht wirksam. Auf Frist und Folgen weist der Anbieter in der Ankündigung hin.
13.2 Während einer laufenden Vertragslaufzeit kann der Anbieter diese AGB nur ändern, soweit dies erforderlich ist wegen einer Änderung der Gesetzeslage, einer Entscheidung eines Gerichts oder einer Anordnung einer Behörde, wegen einer vom Anbieter nicht zu vertretenden Änderung der Bedingungen eines von ihm eingesetzten Unterauftragnehmers oder Infrastrukturanbieters, wegen der Einführung zusätzlicher oder der Weiterentwicklung bestehender Funktionen, soweit der bisherige Leistungsumfang unberührt bleibt, oder wegen der Schließung einer nach Vertragsschluss entstandenen Regelungslücke.
13.3 Änderungen nach 13.2 dürfen die Hauptleistungspflichten und das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung nicht zu Lasten des Auftraggebers verändern; Preisanpassungen richten sich ausschließlich nach § 3.3. Der Anbieter kündigt sie mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform an. Der Auftraggeber kann den Vertrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Ankündigung zum Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen. Auf dieses Recht weist der Anbieter in der Ankündigung hin.
14.1 Dieser Vertrag unterliegt dem Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Köln, soweit der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
14.2 Im Falle von Meinungsverschiedenheiten verpflichten sich die Parteien, zunächst eine gütliche Einigung zu suchen.
14.3 Neben- und Zusatzabreden bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Schriftformerfordernisses. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen möglichst nahekommt.
14.4 Alle Mitteilungen unter diesem Vertrag bedürfen der Textform (E-Mail genügt) und werden mit Zugang wirksam.